Richard von Weizsäcker Forum 2016
Die Debatten um Flucht und Migration zeigen, dass sich die Folgen der zunehmenden Migrationsbewegungen nicht nur auf politischer Ebene und nicht rein national bewältigen lassen. Es bedarf eines multilateralen und internationalen Austauschs, um eine der größten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Um diese wichtigen Ansätze in die deutsche Debatte einzubringen, organisierte die Robert Bosch Academy vom 4. bis 9. September das Richard von Weizsäcker Forum mit 25 ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Richard von Weizsäcker Fellows zum Thema „Germany and the Refugee Story“.
Die Debatten um Flucht und Migration zeigen, dass sich die Folgen der zunehmenden Migrationsbewegungen nicht nur auf politischer Ebene und nicht rein national bewältigen lassen. Es bedarf eines multilateralen und internationalen Austauschs, um eine der größten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Um diese wichtigen Ansätze in die deutsche Debatte einzubringen, organisierte die Robert Bosch Academy vom 4. bis 9. September das Richard von Weizsäcker Forum mit 25 ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Richard von Weizsäcker Fellows zum Thema „Germany and the Refugee Story“.
Das Forum ermöglichte den internationalen Entscheidungsträgern und Meinungsbildnern Einblicke in die aktuelle Situation in Deutschland zu Fragen der Migrations- und Sicherheitspolitik sowie zu Integration und Teilhabe von Geflüchteten in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Umgekehrt bereicherten die Fellows die Diskussionen mit deutschen Gesprächspartnern durch ihre Expertise und Perspektiven. In Berlin, Bautzen, Dresden, Köln und Stuttgart trafen die Fellows Vertreter aus Politik, Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um aktuelle Herausforderung im Umgang mit Migration zu diskutieren.
Germany and the Refugee Story
Um die politische Dimension der Flüchtlingsdebatte näher zu beleuchten, diskutierten die Fellows unter anderem mit Henriette Reker (Oberbürgermeisterin von Köln), Armin Laschet (stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU und Vorsitzender der Robert Bosch Expertenkommission zur Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik), Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsens), Peter Altmaier (Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben) und Gregor Gysi (Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemaliger Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion). Weiterhin trafen die Fellows zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen, die sich in besonderem Maße in die Integrationsarbeit eingebracht haben. So sprachen sie mit dem Gründer und Leiter des Spreehotels Bautzen, welcher ein ehemaliges Vier-Sterne-Hotel in eine Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert hat. In Köln waren die Fellows beeindruckt vom Engagement der Rheinflanke, einem Verein der Integration durch Sport fördert. Das Thema der Integration in den Arbeitsmarkt wurde in Stuttgart mit dem Familienunternehmen Lapp Kabel diskutiert, welches als Vorzeigeunternehmen im Bereich Integration von Geflüchteten gilt.
Das Richard von Weizsäcker Forum findet jährlich zu aktuellen sozialen, gesellschaftlichen und politischen Themen statt. Neben der inhaltlichen Arbeit und dem Austausch dazu stärkt das Forum die Community der Fellows der Robert Bosch Academy.
Socio-Economic Inclusion Panel at the Richard von Weizsäcker Forum 2016
Security Panel at the Richard von Weizsäcker Forum 2016
Integration Panel at the Richard von Weizsäcker Forum 2016
Quarterly Perspectives
Das könnte Sie auch interessieren
„Die Armut, die ich dort sah, hat mich zutiefst erschüttert“
Suma Chakrabarti berät seit mehr als vier Jahrzehnten Regierungen auf der ganzen Welt – von Botswana bis Zentralasien, auf höchster Ebene der internationalen Finanzwelt und in der Regierung Großbritanniens. Seine Arbeit basiert auf einer einfachen,...
Ein gewöhnlicher Mensch mit einem aussergewöhnlichen Leben
Von Amritsar über Teheran nach Toronto und Berlin: Ratna Omidvar hat ein Leben zwischen Flucht, Neuanfang und politischem Engagement geführt. Als Senatorin setzte sie sich für Migration und Chancengleichheit ein. Heute bezeichnet sie sich als...
Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verringert Konfliktursachen
Kumi Naidoo, Präsident der Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty Initiative, fordert ein Umdenken in der Klimapolitik: weg von reiner Emissionsreduktion, hin zum Ausstieg aus der Förderung fossiler Energien. Im Interview spricht er über geopolitische...