Weltweit lassen sich neue Formen von Protestbewegungen beobachten. Sie entstehen kurzfristig, oft organisiert über soziale Netzwerke und mobile Datenübertragung, und bringen innerhalb kürzester Zeit große Menschenmengen zusammen. Sie reflektieren die Enttäuschung der Bürger und ihre Entfremdung von den politischen Eliten und manifestieren das Verlangen nach stärkerer Beteiligung und mehr Demokratie. Sie zwingen NGOs und staatliche Akteure zum Umdenken. Ivan Krastev, ehemaliger Richard von Weizsäcker Fellow und Vorsitzender des Centre for Liberal Strategies in Sofia, hat im Jahr 2014 im Rahmen seines Fellowships eine Workshopreihe mit Personen aus Protestbewegungen, Vertretern von NGOS und staatlichen Organisationen aus Spanien, Bulgarien, Russland, der Ukraine und der Türkei durchgeführt, in denen die neuen Formen des Protests, ihre Gemeinsamkeiten und ihre Folgen diskutiert wurden. Das Centre for Liberal Strategies hat die Ergebnisse der Workshops in dem Policy Paper „The Politics of Protest: Between the Venting of Frustration and Transformation of Democracy“ veröffentlicht.

Krastev_1_.jpg

Das könnte Sie auch interessieren

Vorgestellt: Harsh Mander

Harsh Mander ist ein Menschenrechts- und Friedensaktivist, Autor und Dozent. Er ist Direktor des Centre for Equity Studies in Indien, einem Forschungszentrum, das sich mit sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit beschäftigt. Er war Sonderbeauftragter...

Weiterlesen

Das Gesundheitsparadigma überdenken

Es muss ein grundlegender Wandel stattfinden, weg von der Betrachtung von Gesundheit als Kostenfaktor hin zu Gesundheit als Investition. Das System muss von einer immer fortschrittlicheren Behandlung zu einer Ethik der Prävention übergehen.

Weiterlesen

Das Nachbarschaftsproblem und wie man ihm die Stirn bieten kann

Es lohnt sich, in sozial schwächere Stadtviertel zu investieren. Anstatt die Brennpunkte der nächsten wirtschaftlichen und sozialen Krise oder Pandemie zu sein, können sie zu Orten der Hoffnung und Widerstandsfähigkeit werden. Vier...

Weiterlesen