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Die Philanthropie begegnet zunehmend globalen und komplexer werdenden Themen. Neben wichtigen Lösungsansätzen, die auf Zusammenarbeit und partnerschaftliche Kooperation bauen, müssen zielgerichtete Strategien und Maßnahmen in den jeweiligen lokalen Kulturen und unter Einfluss ihrer Werte entwickelt werden, anstatt diese aus anderen Regionen zu übernehmen. Neue Entwicklungen in der Philanthropie haben zweifellos lokale Wurzeln, werden aber auch von philanthropischen Ansätzen aus anderen Kulturen beeinflusst. Zur Stärkung dieses Trends bedarf es a) der Dokumentation der regionalen Praktiken, Traditionen und Diskurse, b) gegenseitigem Austausch von Erfahrungen aus verschiedenen Ländern und Regionen und c) der Verbreitung dieses Wissens an gemeinnützige Organisationen, an Spender und private Sozialunternehmer, um die Entwicklung strategischer Maßnahmen und das Erreichen nachhaltiger Ergebnisse zu ermöglichen. Die Geschichte des arabischen Raums ist reich an Traditionen des Gebens. Vor dem Hintergrund der reichen Tradition des Gebens im arabischen Raum und ihren heutigen kontextuellen Elementen ist die Identifizierung eines neu entstehenden philanthropischen Diskurses vermehrt mit philanthropischen Ansätzen in anderen Regionen der Welt verknüpft.

Vom 3. bis 4. Juni 2015 fand der Workshop “Perspectives on Arab & Global Philanthropy: Roles and Approaches” an der Robert Bosch Academy statt. Der Workshop brachte Experten der Philanthropie aus dem arabischen Raum, aus Afrika, China, Lateinamerika und Russland, aus der Türkei, aus den USA und aus verschiedenen Regionen Europas zusammen, um Wege der Vernetzung philanthropischer Ansätze zwischen dem arabischen Raum und anderen Regionen zu diskutieren. Unter Beachtung von kulturellen Besonderheiten, von Ähnlichkeiten und Vielfalt wurden in den Workshop-Sitzungen geografische und inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Die Ergebnisse des Workshops sind in diesem Bericht nachzulesen.

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