Warum wurde die Robert Bosch Academy 2014 als Einrichtung der Stiftung in Berlin gegründet?

Die Robert Bosch Academy wurde vor fünf Jahren mit dem Ziel gegründet, die multilaterale und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Entscheidungsträgern zu stärken, um ganzheitliche und neue Lösungsansätze für Fragestellungen von globaler Bedeutung zu finden. Die Robert Bosch Stiftung hat damit eine einmalige Einrichtung geschaffen, die internationale Expertise in Fachkreise und Entscheidungsprozesse insbesondere auch in Deutschland einbringt, und die weltweiten Entscheidern und Meinungsführern einen besseren Zugang zu Deutschland wie Europa ermöglicht. Vielfältige Perspektiven halten wir für unerlässlich für zukunftsgerichtete Politik. Mit der Robert Bosch Academy in Berlin ist ein Ort für den lösungsorientierten Austausch im Zentrum des politischen Betriebs entstanden.
 

Was bedeutet das Richard von Weizsäcker Fellowship für die Robert Bosch Academy?

Das Richard von Weizsäcker Fellowship ist das Herzstück der Robert Bosch Academy. Die Richard von Weizsäcker Fellows sind Persönlichkeiten aus aller Welt, die abseits ihrer regulären beruflichen Verpflichtungen einen mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in Berlin verbringen. Die Academy gestaltet mit jedem Fellow ein individuelles Gesprächs- und Veranstaltungsprogramm, welches ihnen den Austausch in ihren Fach-Communities und mit der interessierten Öffentlichkeit ermöglicht. Seit Gründung haben Fellows der Academy rund 5.000 offizielle Hintergrundgespräche mit deutschen und europäischen Entscheidungsträgern, Meinungsführern wie Experten geführt – und durch ihre öffentlichen Beiträge darüber hinaus in aktuelle gesellschaftspolitische Debatten gewirkt.
 

Warum die Themenvielfalt und der Fokus auf globale Fragestellungen in der Arbeit der Robert Bosch Academy?

Globale Herausforderungen erfordern global verhandelte Antworten. Die Robert Bosch Academy fördert diesen Ansatz und entspricht damit dem Vermächtnis Robert Boschs, dessen gesellschaftspolitisches Engagement durch eine inhaltliche Breite und ganzheitliche Betrachtungsweise gekennzeichnet war. Nicht zuletzt spiegelt die Robert Bosch Academy die Themenvielfalt der Stiftung wieder. Steigende Anfragen an die Robert Bosch Academy bestätigen den Bedarf, und insbesondere in Berlin sind unsere Fellows geschätzte Ansprechpartner – gerade auch wegen unserer thematischen Vielfalt.
 

Wie haben Sie die Entwicklung der Robert Bosch Academy in den letzten fünf Jahren erlebt?

Die ersten Jahre im Aufbau waren dynamisch und liefern uns zahlreiche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung. Wie für eine junge Einrichtung üblich, gibt es an verschiedenen Stellen Entwicklungspotential. Zugleich ist es bereits gelungen, eine internationale Gemeinschaft an Fellows zu etablieren, die auch über die Academy hinaus besteht. Am meisten bestärken uns jedoch die sehr positiven Rückmeldungen der einzelnen Fellows. Zu wissen, dass die Arbeit der Academy nachhaltige Wirkung auf ihre zukünftige Arbeit und ihren Zugang zu Deutschland verändert hat, bestätigt uns in unserem Auftrag.
 

Wo sehen Sie die Robert Bosch Academy in fünf Jahren?

Wissen, Erfahrung und unterschiedliche Perspektiven von prägenden Personen zu den globalen Fragen der Zeit zusammenzubringen, bleibt Auftrag der Robert Bosch Academy. Künftig sollen Lösungsansätze noch praxisnaher und über Berlin hinaus vermittelt werden. Dabei wird der Aspekt des offenen, vertraulichen Austauschs und kontrovers geführter Debatten auch in Zukunft die Arbeit der Academy prägen. Es bedarf einer Atmosphäre, die – getreu unseres Leitmotivs – zum freien Denken und Debattieren inspiriert. Durch die thematische Fokussierung in den Fördergebieten der Stiftung und daraus resultierende Veränderungen wird auch die Academy stärker an Profil gewinnen. Wir sehen auch neue Formate der Zusammenarbeit mit Institutionen im Ausland vor.

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