Themen: Internationale Beziehungen
Migration
Regionale Schwerpunkte: Russland und Eurasien
Herkunft: Russische Föderation
Fellowship: Richard von Weizsäcker Fellow

Lilia Shevtsova ist eine russische Politikwissenschaftlerin und Expertin für Innen- und Außenpolitik Russlands und der Ukraine sowie die postkommunistische Transformation dieser Länder. Sie ist Associate Fellow des Russia and Eurasia-Programms von Chatham House in London und Mitglied der Redaktionsleitung der Zeitschriften „American Interest“, „Journal of Democracy“ und „New Eastern Europe“. Shevtsova ist auch Mitglied des Vorstands des Finnish Centre for Excellence in Russian Studies in Helsinki und der Liberal Mission Foundation in Moskau.

Von 1995 bis 2014 war Shevtsova Senior Associate bei Carnegie Endowment for International Peace und leitete das Programm für russische Innenpolitik und politische Institutionen am Carnegie Moscow Center. Sie lehrte Politikwissenschaften an der Georgetown University, der Berkeley University, der Harvard University sowie am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen und war Direktorin des Zentrums für politische Studien in Moskau. Shevtsova gehörte dem Executive Council des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London an und war Gründungsvorsitzende des Global Agenda Council on the Future of Russia des Weltwirtschaftsforums in Davos. Shevtsova erhielt den estnischen Verdienstorden Cross of Terra Mariana für ihr Engagement in der Demokratieförderung. Die Zeitschriften The Prospect und Foreign Policy listeten sie als eine der 100 führenden globalen Intellektuellen auf.

Shevtsova studierte am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen sowie an der Sowjetischen Akademie der Sozialwissenschaften in Moskau und erhielt den Ehrendoktortitel der Universität St. Gallen in der Schweiz. Sie ist Autorin und Herausgeberin mehrerer Bücher über die russische Politik und hat Artikel für führende Zeitschriften und Zeitungen verfasst, unter anderem für „Foreign Policy“, „Washington Post“, „Le Monde Diplomatique“ und „El Pais“.


Stand: 2020