john a. powell
Welche Geschichten braucht die Demokratie, um autoritären Ideologien etwas entgegenzusetzen?
john powells Richard-von-Weizsäcker-Fellowship
Während seines viermonatigen Richard-von-Weizsäcker-Stipendiums möchte john a. powell untersuchen, wie Gesellschaften einen tiefgreifenden globalen Wandel bewältigen können. Er argumentiert, dass derzeit eine tiefgreifende Transformation im Gange ist, die das Paradigma der Aufklärung in Frage stellt, das moderne Institutionen und demokratische Gesellschaften seit langem geprägt hat. Laut Powell waren die sogenannte „Dark Enlightenment“-Bewegung und ihre Protagonisten sehr erfolgreich, indem sie sich auf das Konzept von „Breaking Stories“ stützten, um die Ängste und Sorgen der Menschen in einer sich wandelnden Welt zu instrumentalisieren.
Aufbauend auf laufenden Forschungsarbeiten und einem Buchentwurf wird sich John A. Powell während seines Stipendiums darauf konzentrieren, einen konstruktiven Weg in die Zukunft zu entwickeln. Anstatt sich ausschließlich auf analytische Argumente zu stützen, beabsichtigt er, eine zukunftsorientierte Erzählung zu entwerfen, die emotional und kulturell Anklang findet, ein breiteres Publikum anspricht und den zugrunde liegenden menschlichen Motivationen Rechnung trägt. Dies bezeichnet er als „Brückengeschichten“.
Durch den Austausch mit Stipendiaten, politischen Entscheidungsträgern und Wissenschaftlern in Berlin und ganz Europa plant er, europäische Perspektiven einzubeziehen und ein neues Paradigma zum Verständnis von Wandel und zur Steuerung kollektiven Handelns zu verfeinern. Das Projekt soll in einem strukturierten Entwurf und einem ersten Entwurf eines zukunftsorientierten Rahmens gipfeln.