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Lloyd Axworthy

Dr. Lloyd Axworthy ist seit kurzem Vorsitzender des World Refugee Council, ein Gremium das Lösungen im Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation entwickelt. Zudem bekleidet er das Amt des Vorstandsvorsitzenden von CUSO International, einer internationalen Entwicklungsorganisation, die Armut und Ungleichheit bekämpft.

Bis 2014 war Axworthy zehn Jahre lang Präsident und Vizekanzler der Universität Winnipeg, die unter ihm erstmals Lernprogramme für Aborigines und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien anbot. Davor gehörte er über 20 Jahre lang dem kanadischen Parlament an und bekleidete mehrere Kabinettsposten. In der Trudeau-Regierung (1980 bis 1984) war er Minister für Arbeit und Immigration und widmete sich der Ansiedlung der „Boat People“. Während dieser Zeit initiierte die Regierung Reformen, die seitdem eine breite Anwendung finden, wie etwa private Förderprogramme für Flüchtlinge. Von 1996 bis 2000 war Axworthy Außenminister. In dieser Funktion wurde er bekannt für seine Arbeit an der Entwicklung der Human Security Agenda (Agenda für die Menschliche Sicherheit). Sie umfasst das Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen, den Internationalen Strafgerichtshof und das Protokoll über Kindersoldaten.

Für seinen Einsatz gegen Landminen wurde Lloyd Axworthy 1997 von US-Senator Patrick Leahy für den Friedensnobelpreis nominiert. 2002 erhielt er den “Order of Canada” und stieg 2016 zum “Companion of the Order of Canada” auf, was dem höchsten Rang innerhalb des Ordens entspricht. Im August 2017 wurde ihm von der American Political Science Association der Hubert-H.-Humphrey-Preis für herausragende gesellschaftliche Leistungen verliehen. Lloyd Axworthy hat einen Bachelor der Universität Winnipeg und einen Doktortitel der Universität Princeton inne.

Stand: 2017