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Die Fellows Woo-ik Yu, Julianne Smith, Zenda Ofir, Sławomir Sierakowski und Brian Currin mit dem dritten Bürgermeister der Stadt Köln, Andreas Wolter, sowie Jannik Rust und Laura Strömpel von der Robert Bosch Academy 

Academy on Tour: Richard von Weizsäcker Fellows lernen das Rheinland und seine Metropolen kennen

Die Vielfalt der Bundesrepublik kennenlernen und regionale Besonderheiten entdecken: Diese Zielsetzung führte sechs aktuelle Richard von Weizsäcker Fellows vom 21. – 23. Januar auf eine Academy on Tour durch das Rheinland. In Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erhielten die Fellows neue Perspektiven und tiefe Einblicke in gesellschaftspolitische Herausforderungen – auch über ihre Arbeitsaufenthalte an der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung hinaus.

Die Fellows begannen ihre Tour in Köln. Im Gespräch mit Andreas Wolter, dritter Bürgermeister der Stadt Köln, erörterten sie die historisch gewachsene Bedeutung und Vielfalt der Domstadt. Neue Eindrücke von der rheinländischen Kultur und der „fünften Jahreszeit“ ergaben sich im anschließenden Besuch des Festkomitees Kölner Karneval. Nachmittags debattierten die Fellows innen- und sicherheitspolitische Fragestellungen mit Dr. Stefan Kestler und Frank Jülich vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Dabei standen neben den rechtlichen Grundlagen auch die Aufgaben sowie die Kontrolle der Behörde im Fokus der Diskussion. Am Ende des Tages trafen die Richard von Weizsäcker Fellows auf Kinder, Mitarbeiter und den Geschäftsführer des Jugendtreffs „Grembox“, Sebastian Koerber. Seine jahrelange Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verschiedenster kultureller Hintergründe erlaubte einen regen Austausch zu erfolgreicher Integration und Inklusion im Rheinland.

Nach einem Besuch der Ausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“ im Haus der Geschichte Bonn lernten die Fellows am nächsten Tag die Arbeit der Bundeszentrale für Politische Bildung kennen. Im Gespräch mit Josephine Evens, Jasmin Khosravie, Miriam Vogel und Sabine Juliana Stockheim diskutierten sie Auftrag, Leitprinzipen und Tätigkeiten der Bundeszentrale. Im Anschluss empfing Deutsche Welle-Intendant Peter Limbourg die Richard von Weizsäcker Fellows. Neben Diskussionen zu aktuellen Thematiken wie den Umgang mit „Fake News“ und rechtspopulistischen Parteien, erhielten die Fellows auch einen historischen Überblick über Herausforderungen des Auslandsrundfunks während der Bonner Republik und nach der Wiedervereinigung. Im Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), brachte Direktor Hilmar Schneider den Fellows die Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarktes im europäischen Vergleich näher. Dr. Terry Gregory, Senior Research Associate, leitete die folgende Diskussion mit der Vorstellung von Untersuchungen zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsmarktzahlen näher. Beim Abendessen mit Jan Börner, Senior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung, diskutierten die Fellows die deutsche Umwelt- und Klimapolitik.

Vor ihrer Rückkehr nach Berlin führte Todde Kemmerich, Performance Artist und Aktivist, die Richard von Weizsäcker Fellows am Mittwochvormittag durch den Hambacher Forst, wo sie im Austausch mit weiteren Aktivisten vor Ort mehr über die Auswirkungen klima- und wirtschaftspolitischer Zielkonflikte erfuhren. Nach einer Führung mit Einblick in eine Sitzung des nordrhein-westfälischen Landtages, empfing der Landtagspräsident André Kuper die Fellows zu einem Gespräch über unter anderem vielfältige landespolitische Thematiken.

An der dreitägigen Reise nahmen die Fellows Brian Currin, Firoze Manji, Sławomir Sierakowski, Julianne Smith, Zenda Ofir und Woo-ik Yu teil.