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Zenda Ofir: „Das Motto der Robert Bosch Academy ‚Think.Debate.Inspire.‘ spricht mich sehr an. Als Evaluationsexpertin muss ich Angelegenheiten ebenfalls aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und verschiedene Erfahrungswerte berücksichtigen, damit meine Arbeit eine positive Änderung bewirkt.“

Lernen Sie unsere zukünftigen Richard von Weizsäcker Fellows kennen

Über 60 internationale Entscheidungsträger und Meinungsbildner verbrachten bereits einen Arbeitsaufenthalt an der Robert Bosch Academy. Die Einrichtung der Robert Bosch Stiftung begrüßt auch 2019 wieder zahlreiche neue Fellows in Berlin.

Think.Debate.Inspire.

Die Programmgestaltung der Robert Bosch Academy ermöglicht den Fellows einen vertraulichen Austausch sowie die lösungsorientierte Zusammenarbeit zu globalen Zukunftsfragen. Sie erhalten Zeit und Freiraum zum Denken, sich mit anderen Fellows, deutschen sowie europäischen Experten und der Öffentlichkeit auszutauschen, und inspirierende Perspektiven wie Lösungsansätze zu ihren vielfältigen Themen einzubringen.

Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

Zenda Ofir, südafrikanische Evaluationsexpertin, wird sich während ihrer Zeit als Fellow mit den Möglichkeiten von Evaluationspraktiken zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beschäftigen. „Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bestätigt, dass es zur Lösung der globalen Herausforderungen umfassender transformativer Veränderungen bedarf, die positive und nachhaltige Entwicklungswege ermöglichen, insbesondere im globalen Süden. Gleichzeitig muss das Bewusstsein für die Stärkung eines fragilen Ökosystems sowie für die Grenzen eines sicheren planetarischen Umweltraums gestärkt werden. Ich werde untersuchen, wie Evaluationspraktiken zur Erreichung dieses Ziels beitragen können.“

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wird auch im Projektvorhaben von David Donoghue, Irlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, eine große Rolle spielen. „Während meines Richard von Weizsäcker Fellowships werde ich das Thema der Verdrängung von Menschen im Zusammenhang mit den Zielen der Agenda 2030 genauer untersuchen. Im Fokus meiner Arbeit werden die Auswirkungen der Ziele auf Binnenflüchtlinge stehen.“

Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft

Mit dem technologischen Wandel und seinen Auswirkungen auf Schule, Arbeit und Gesellschaft wird sich Dennis Shirley, US-amerikanischer Professor für Bildung an der Lynch School of Education am Boston College auseinandersetzen. „Ich werde deutsche Führungspersonen verschiedener Bereiche über die Auswirkungen des technologischen Wandels auf Schulen und die Gesellschaft interviewen. Die Untersuchungsergebnisse werden der breiten Öffentlichkeit sowie politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt und dienen der Information über die weitreichenden Veränderungen des Arbeitsplatzes durch den technologischen Wandel. Die Ergebnisse werden darüber hinaus Empfehlungen bereitstellen, wie der Arbeitsplatz von morgen gedacht werden muss, um Probleme zu minimieren und Vorteile zu maximieren.“

Um die Reduzierung von Problemen geht es auch in dem Vorhaben von Douglas Saunders, britisch-kanadischer Journalist und Autor. „Ich werde Stadtlagen und Nachbarschaften verschiedener Städte und Wirtschaftssysteme untersuchen, die die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Mobilität aufgrund von ökonomischen, kulturellen oder materiellen Hürden einschränken. Dies sind in der Regel Orte, denen der Weg zu einer wirtschaftlichen Mittelklasse verwehrt ist. Ich werde zudem Strategien, Maßnahmen und Initiativen untersuchen, die erfolgreich diese Hürden zu mehr Wachstum und Fortschritt überwunden haben.“

Über Deutschland lernen

Wie hat Deutschland die Wiedervereinigung bewältigt? Diese und weitere Fragen wird sich Woo-Ik Yu, südkoreanischer Politiker, Diplomat und Geograph, während seiner Zeit als Fellow stellen. „Ich werde mir den deutschen Wiedervereinigungsprozess genauer anschauen und untersuchen, wie die Menschen in Deutschland die sozioökonomische Integration während und nach der politischen Wiedervereinigung wahrgenommen haben beziehungsweise wahrnehmen. Die Ergebnisse werden zentraler Bestandteil meiner geplanten Publikation ‚Die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel‘ sein.“

Die deutsche Sicht auf den internationalen Kulturaustausch wird für JP Singh, Direktor des Instituts für kulturelle Beziehungen an der Universität von Edinburgh, Grundlage seiner Arbeit an der Academy sein. „Ich werde vordergründig an einem Buch über die Wichtigkeit des internationalen Kulturaustauschs in Zeiten der kulturellen Angst arbeiten.“

Wie der Stand der Entwicklungen in Deutschland in der Biomedizin, der Bioethik und den rechtlichen Grundlagen ist, wird Sheila Jasanoff, indisch-amerikanische Wissenschafts- und Technologieforscherin, untersuchen. „Ich werde untersuchen, welche Rolle die Menschenwürde in der deutschen Bioethik und dem Verfassungsrecht spielt und wie sie den Umgang mit biomedizinischer Forschung in Deutschland beeinflusst.“

 

Auf ihrer Website und Twitter informiert die Robert Bosch Academy über aktuelle Fellows in Berlin sowie über öffentliche Veranstaltungen.